Michael Höntsch nimmt teil an der Arbeitstagung in Breslau (Wrocław) und Kreisau (Krzyżowa) in Niederschlesien vom 23. April 2017-26. April 2017

 

Teilnehmer der Tagung

 

21 Mitglieder des Niedersächsischen Landtages tagten seit Sonntagabend gemeinsam mit zahlreichen ihrer Kolleginnen und Kollegen aus dem Sejmik von Niederschlesien. Auftakt war ein Besuch im Plenarsaal des Sejmiks im Gebäude der Selbstverwaltung der Wojewodschaft in Breslau. Die Tagung selbst fand in Kreisau statt, wo sich 1943 der Kreis um Helmuth James von Moltke zusammengefunden hatte, um Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu organisieren und Pläne für ein freies, einiges und demokratisches Europa zu entwerfen.

 

„Wir haben Differenzen aber wir reden darüber. Die mögliche Einigung in politischen Fragen ist das Ziel. Wir beschreiten den Weg. Was wir nicht brauchen ist Scharfmacherei. Polen und Deutsche sind einen weiten Weg gegangen bis heute. Das erreichte sollte niemand aufs Spiel setzen. Morgen debattieren wir weiter, uns hilft das Verhältnis von Niederschlesien zu Niedersachsen, uns hilft, dass einige von uns sich schon länger kennen, uns hilft unser guter Wille.“, so Michael Höntsch.

Die Zukunft der verwirklichten Einheit Europas war Gegenstand der Arbeitstagung: In Vorträgen und Podiumsdiskussionen erörterten die Abgeordneten engagiert die Frage, wie auf die äußeren und inneren Bedrohungen reagiert werden kann. Dabei stellte sich heraus, dass der Themenkomplex Flucht und Migration sowie der Umgang mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine für die polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wohl brennendsten Fragen in diesem Zusammenhang sind. Die Abgeordneten aus Niedersachsen konnten durch die lebhafte Diskussion mit ihren polnischen Kolleginnen und Kollegen, dem Politikwissenschaftler Adam Balcer, den niedersächsischen Europaabgeordneten Prof. Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl und Tiemo Wölken sowie den polnischen Wissenschaftlern Prof. Dr. Robert Grzeszczak und Prof. Dr. Ireneusz Paweł Karolewski Einblicke aus erster Hand gewinnen. Wenn es auch in vielen Punkten unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen gibt, so wurde doch sehr klar, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier beider Seiten das Ziel eines starken, einigen und freiheitlichen Europa teilen.

„Jetzt heißt es Abschied nehmen von diesem Ort. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren polnischen Gastgebern. Meinungsunterschiede aushalten und Gemeinsamkeiten anstreben, das kann man hier lernen.“ so Michael Höntsch am Ende der Tagung.

 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.