Protest gegen „Ludendorffer“ am Karfreitag und -Samstag

 

Michael Höntsch in Dorfmark beim Protest gegen die Ludendorffer

 

Die "Ludendorffer" kommen seit rund 40 Jahren zu Ostern in Dorfmark zusammen. Der Verein stützt sich auf Lehren von Mathilde Ludendorff und ihres Mannes Erich Ludendorff - Putsch-Gefährte Adolf Hitlers. 1961 verboten die westdeutschen Länder den "Bund für Gotterkenntnis" wegen verfassungsfeindlicher Betätigung, ein Gericht hob das Verbot 1976 jedoch wegen Verfahrensfehlern wieder auf. Am Protest an dem rund 100 Demonstranten teilnahmen, beteiligte sich auch Michael Höntsch.

 

„Trotz Wind und Regen, wir waren 100 Menschen vor dem Hotel zur Post. Überwiegend Menschen aus Bad Fallingbostel und Dorfmark. Und ja, wir haben im 11. Jahr einen Erfolg erzielt. Die Antisemiten verstecken sich, sie zeigen nicht mehr Flagge, verteilen auch nicht mehr ihr Programm im Ort. Ihre Autos vor den Pensionen im Ort und auf dem Parkplatz hinter dem Hotel zur Post haben keine Nummernschilder. Die Teilnahme ist ganz offensichtlich stark zurückgegangen. Das ist ein Erfolg.

Sehr gefreut haben wir uns heute über eine Grußadresse von Ernst Gottfried Mahrenholz. Auch das hat Mut gemacht. Wir werden im nächsten Jahr alle wiederkommen. Der Protest gegen die Ludendorffer befindet sich auf der Erfolgsspur. Wenn wir nicht nachlassen, dann wird es wie in Bad Nenndorf im letzten Jahr. Dann hat es sich ausgehetzt.

Es liegt eigentlich auf der Hand, warum Veränderungen immer so schmerzhaft lange dauern. Es ist offensichtlich, welches Problem die Politik und somit Politiker*innen haben. Anstatt um Mehrheiten zu kämpfen, wird sich nur allzu oft einer vermeintlichen Mehrheit angepasst. Oder es wird sich rausgehalten. Diese Mehrheit, die ja oft auch als schweigend bezeichnet wird, von der man aber immer annimmt, zu wissen was sie will, müsste nämlich eigentlich überzeugt werden, es ist aber einfacher ihr nach dem Munde zu reden.

Und deshalb bleibt es dabei:

Nazis raus aus Dorfmark und anderswo!
Kampf dem Rassismus und Antisemitismus!

Für ein Ostern ohne Ludendorffer!“, so der Landtagsabgeordnete zur Demonstration.

 

 


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