Politisches

SPD-Parteibuch und SPD-Card
 

SPD-Parteibuch und Mitgliedskarte - Quelle: Wikipedia

Michael Hans Höntsch ist in der 17. Wahlperiode des Niedersächsischen Landtages Mitglied des Ausschusses für Inneres und Sport sowie des Kultusausschusses seit Herbst 2014. Von Herbst 2013 bis Herbst 2014 war Michael Hans Höntsch ein Jahr Mitglied des Petitionsausschusses. Darüber hinaus ist er erster Stellvertreter der SPD-Fraktion im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur. Im Innenausschuss ist er zuständig für den Kampf gegen Rechts, Politische Bildung und Gedenkstättenarbeit. Im Kultusausschuss ist er zuständig für die Bereiche Förderschule, Inklusion, Gymnasium, Landesschülerrat und politische Bildung.

In seiner Schul- und Jugendzeit war Höntsch Schulsprecher und Vorsitzender des Jugendzentrums seiner Heimatstadt Springe. Bis zu seiner Wahl in den Landtag war er im Personalrat der Ricarda-Huch-Schule. Seit mehr als dreißig Jahren ist Michael Höntsch Mitglied in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW).

1971 trat Michael Höntsch in die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) und 1973 in die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) ein. Ab 1974 engagierte er sich im Marxistischen Studentenbund Spartakus (MSB Spartakus). Im Jahr 1983 brach Höntsch mit allen diesen Organisationen, da er erkannte, dass das innerparteiliche und innerverbandliche Demokratiedefizit nicht überwunden werden würde.

Ebenfalls 1983 trat Michael Höntsch den Demokratischen Sozialisten (DS) bei, deren Bundessprecher er 1984 wurde und die sich als demokratische Alternative zur DKP und als sozialistische Alternative zur SPD verstand. Nach der Erkenntnis, dass sich eine weitere linke Partei neben SPD und Grünen nicht würde etablieren können, verlies Höntsch die DS.

1985 trat Michael Höntsch schließlich der SPD bei. Hier war er in den folgenden Jahren auf regionaler Ebene in unterschiedlichen Funktionen tätig. So war er stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender im Ortsverein List-Süd und wurde für die Zeit von 1996 bis 2006 in den Stadtbezirksrat Vahrenwald-List gewählt.

2004 trat Höntsch aufgrund der Beschlüsse zur „Agenda 2010“ aus der SPD aus und in die WASG, die 2007 mit der PDS zur Partei DIE LINKE fusionierte, ein. Für DIE LINKE saß Höntsch ab 2006 u. a. als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat der Landeshauptstadt Hannover und war 2006 Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters. Zudem war er im Bundesvorstand des Forums Demokratischer Sozialismus.

Im Jahr 2010 kehrte Michael Höntsch in die SPD zurück. Er begründete diesen Schritt mit einer Sehnsucht nach solidarischen Strukturen in der SPD und einer politischen Kultur in der LINKEN, die sich innerparteilich „bis auf das Messer“ bekämpfte. 2011 schied Höntsch aus dem Rat der Landeshauptstadt aus und bekleidete von da an kein weiteres öffentliches Amt. Unter anderem wurde er erneut zum stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzender gewählt und trat in das Forum DL 21 – die Parteilinke der SPD – ein.

2012 bewarb sich Michael Höntsch um das Landtagsdirektmandat im Wahlkreis 28 „Hannover-Mitte“ und setzte sich gegen drei parteiinterne Konkurrentinnen und Konkurrenten durch. Im Januar 2013 gewann er das Mandat sehr deutlich mit 43,8 Prozent der Stimmen und ist seither direkt gewähltes Mitglied des Niedersächsischen Landtages.

Michael Höntsch ist Mitglied der Freien Humanisten Hannover, der Deutsch Israelischen Gesellschaft (DIG), der Arbeiterwohlfahrt (AWO), bei Amnesty International (AI), dem Forum DL21 (DL21) und des Niedersächsischen Flüchtlingsrats.

Michael Höntsch engagiert sich seit vielen Jahren in der Erinnerungsarbeit und ist seit seiner Jugend im Kampf gegen Rechtsextremismus aktiv .

Heute arbeitet er innerhalb der SPD insbesondere mit der Parteilinken und den Jusos zusammen.